Der Blog für grünen Lebensstil

Von Adina, 27. April 2012

bioSnacky Original Keimglas Startergerät

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Frische, selbstgezogene Sprossen sind gerade im Winter, wenn nur wenige einheimische Vitaminquellen in Form von Frischkost zur Verfügung stehen, eine Variante, natürlich Vitalstoffe zu sich zu nehmen.

Keimsprossen

 

 

 

 

 

 

 

Die Zucht ist das ganze Jahr über sinnvoll, da frische Sprossen unseren täglichen Speiseplan wertvoll ergänzen. Keimlinge von Fenchel, Hirse, Kresse, Kichererbsen, Mungobohnen, Radieschen oder Sesam enthalten ungesättigte Fettsäuren, Vitamine der Reihen B, D, E, F und K, enthalten Calcium, Phosphor, Kupfer und reichlich Proteine. Zudem sind Sprossen basisch, selbst die Keimlinge von Weizen, Hafer oder Gerste.

selbst Sprossen ziehen ist kinderleicht

Das Ziehen von Sprossen auf der Fensterbank oder einem anderen warmen Platz ist kinderleicht und es macht zudem Spaß, die Veränderung der zuerst sehr harten Samen, hin zu winzigen filigranen Pflänzchen, zu beobachten.

ein Löffel Samen

 

 

 

 

 

 

 

Wichtig bei der eigenen Keimlingzucht ist die Hygiene und ein wenig Sorgfalt. Im Handel sind verschiedene praktische Hilfsmittel zu finden, die die Anzucht spielend einfach und sauber machen.

Die teuerste und edelste Variante sind Keimgeräte aus Ton (ab ca. 20 Euro), die aus mehreren einzelnen stapelbaren Schalen bestehen. Hier kann gleichzeitig geerntet und gesät werden. Ähnliche Anzuchtstationen gibt es auch aus Glas und Kunststoff. Ideal für den Anfang ist ein einfaches Glas mit Siebaufsatz aus Metall- oder Kunstoff zum Spülen der Samen. Die Handhabung des Glases ist selbsterklärend und die Reinigung erfolgt mit minimalem Aufwand.

Im Livona-Test: das verhältnismäßig günstige Keimglas der Schweizer Firma A. Vogel, bzw. der Bioforce Gruppe, die nach dem Leitbild von A. Vogel, einem Pionier der Naturheilkunde, produziert. Im Bereich Naturheilkunde gehört Bioforce, der Entwickler und Hersteller von naturreinen Nahrungs- und Körperpflegemitteln sowie pharmazeutischen Spezialitäten, zu den wichtigsten Schweizer Unternehmen.

Pappbox mit Keimglas Starterpackung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bioforce lehnt Tierversuche und gentechnisch veränderte Pflanzen entschieden ab. Die Pflanzen stammen aus Wildsammlungen, eigenem Anbau und von Vertragsbauern. Angebaut wird nach den Richtlinien von BIO-SUISSE, ohne synthetische Düngemittel, Insekten-, Unkraut- oder Pilzvernichtungsmittel.

bioSnacky Original Keimglas Startergerät mit Starterpackung

Für etwa 10 Euro enthält die Packung das Startergerät – ein 700ml fassendes einfaches Schraubglas mit Kunsttstoff-Siebaussatz – eine detailierte Anleitung zur Zucht und zur Pflege der einzelnen Sorten sowie eine Starterpackung mit je 40g Radieschen-, Alfalfa- und Mungbohnen, außerdem eine Fitnessmischung. (Im Onlineversand ist das Glas ohne Samen für rund 5 Euro erhältlich.)

Keimglas und Starterpackung

 

 

 

 

 

 

Für den ersten Test wähle ich die Fitnessmischung mit Rettich-, Mungbohnen- und Weizensamen. Nach der gründlichen Reinigung des Glases gebe ich, mich genau an die Anleitung haltend, 2 El Samen in das Glas und spüle alles kräftig durch. Mit Wasser bedeckt müssen die Samen nun 12 Stunden einweichen. Am nächsten Tag gieße ich das Wasser ab. Nun heißt es täglich zwei mal spülen. Dank des Siebeinsatzes, der sich mit nur einen Umdrehung sehr leicht aufsetzen lässt, ist das aber kein Problem. Je besser gespült wird, umso besser die Wachstumsbedingungen, so der Hinweis des Herstellers. Damit sich kein Wasser im Glas sammelt, wird das Glas, platziert auf einem Teller, auf den Kopf gedreht, nun noch einen hellen, warmen Standort gesucht und beobachten. Leider ist die Konstruktion, um das Glas auf den Kopf zu stellen, etwas wacklig. Man sollte deshalb darauf achten, das Glas so zu stellen, dass es außer Reichweite von Kinder und sonstigen Handtierbereichen aufgestellt wird.

Tägliches Spülen fördert das Wachstum

Schon nach wenigen Stunden brechen die Samenkörner auf und man kann wunderbar das Wachstum nachvollziehen.

Keimglas mit gekeimten Sprossen

 

 

 

 

 

 

 

Sobald die Keimlinge zu sprießen beginnen, sollte das Spülen nicht zu kräftig sein, damit die zarten Triebe in dem Durcheinander nicht abbrechen. Nach 4-5 Tagen können die Keimlinge geerntet werden. Vor dem Verzehr die Sprossen gut waschen und Reste im Kühlschrank aufbewahren, denn dort keimen sie nicht weiter. Nach spätesten einer Woche sollten alle Sprossen allerdings verzehrt sein.

Der Einsatz der kleinen Vitalstoffquellen in der Küche ist vielfältig. Ob als Brotbelag, in Salaten oder Suppen, der zarte, leicht nussig, manchmal auch leicht bittere Geschmack bereichert viele Gerichte.

Auch ich war von meinem ersten Versuch mit dem bioSnacky Keimglas entzückt. Die Pflege der Samen und Keimlinge war denkbar einfach und vor allem sehr hygenisch. Die kleinen Pflänzchen wachsen nirgends fest (wie bei Keimschalen mit Lochboden) und gedeihen, obwohl sie frei im Glas liegen, prächtig. Wie vom Hersteller angegeben, sind sie nach 4-5 Tagen (je nach Temperatur, im Sommer geht es etwas schneller) verzehrfertig. In der Fitnessmischung fanden sich keine Samen, nicht nicht gekeimt hätten. Der Samen sah auch wunderbar frisch und absolut sauber aus.

Nach der Benutzung lässt sich das Glas schnell, auch im Geschürspüler, reinigen und gut trocknen. Im Küchenschrank ist diese schmale Variante des Keimgerätes platzsparend zu verstauen.

40g der Keimsaaten („hoch keimfähig“) aus kontrolliert biologischem Anbau entsprechen einer ungefähren Menge von 3 EL.

Vertrieb durch Rapunzel Naturkost AG, Legau

Unser Buchtipp: Keime und Sprossen: Köstliche Kraftpakete für die Küche (Valérie Cupillard)

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