Der Blog für grünen Lebensstil

Von Adina, 2. September 2015

Trapango® Fruchtfliegen-Lebendfalle im Test

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Diese Sommersaison hetzte sie uns ausreichend auf den Hals – Fruchtfliegen. Auch wenn sämtliches organische Material im Kühlschrank verschwand und unter Verschluss landete, wurde das kleinste Stück Obst oder sogar Brot, einmal liegengelassen, von einem Schwarm der kleinen Plagegeister belagert. Von Getränken ganz zu schweigen. Da musste man schnell Abhilfe schaffen. Im Handel gibt es Fruchtfliegen-Klebefallen, die Mittels Lockstoff aber gleich einmal alles anziehen, was Flügel hat. Nachdem ich mehreren Marienkäfern, Wespen und nicht zuletzt unzähligen kleinen Fliegen beim Todeskampf zusehen musste, wurde der chemische Mist schnellstens wieder entfernt.

Fruchtfliegen-Lebendfalle – umwelt- und tierfreundlich

Wohl einer Ahnung folgend, kamen die Leutchen von kokku (unser Dresdner Vegan-Händler) zur passenden Zeit mit der neuen Errungenschaft, die genau das Richtige für mein Problem zu sein schien: Die Fruchtfliegen-Lebendfalle von Trapango. Das Konzept klang vielversprechend: ohne Chemie, somit umwelt- und tierfreudlich, verbannt sie Fruchtfliegen aus dem Wohnbereich, ohne sie und andere Insekten zu töten.

Fruchtfliegenfalle von Trapango verpackt

Das Prinzip ist simpel – und wie uns treue und aufmerksame Leser inzwischen versichert haben – auch nicht neu und im Prinzip leicht nach zu basteln: In einem kleinen Plastebecher wird ein spezieller Fangtrichter mit einer kleinen Öffnung an der Spitze versenkt, ein kleines Fruchtstück unten drin dient als Köder. Bei uns reichten schon zwei rausgeschnittene Blütenansätze von Tomaten – die man also eh weggeworfen hätte. Aber auch ein winziges Stück Banane wirkt sicher. Dann einfach in einer stillen Ecke platzieren und abwarten. Die Tierchen werden durch den Geruch angelockt, gelangen durch die winzige Öffnung ins Innere, finden aber nicht wieder heraus, bzw. wollen das auch gar nicht, denn sie kamen ja mit dem Ansinnen, sich auf dem Köder niederzulassen.

Fangerfolge

Fruchtfliegenfalle mit FruchtfliegenDie ersten zwei Stunden tat sich (fast) nichts, lediglich zwei Fruchtfliegen hatten sich in die Falle verirrt und flitzten sichtlich verwundert in ihrem Verließ hin und her. Hatten die beiden Inhaftierten ihre Artgenossen gewarnt? Doch über Nacht verflog die Enttäuschung angesichts einer Falle, die mit einem riesen Schwarm Fliegen gefüllt war. Schnell raus damit in den Garten und in die Freiheit entlassen. Ein schönes Gefühl. (Die These, dass sie wieder in die Küche zurückfinden, wurde nicht bestätigt.) Nach dem Freiflug der Tierchen wurde die Falle einfach mit etwas Wasser ausgespühlt und wieder aufgestellt. Inzwischen haben wir das mehrfach durchgespielt und die Küche nahezu fliegenfrei bekommen. (Die kühleren Temperaturen tragen sicher auch einen Teil dazu bei).

Fruchtfliegen lebend fangen – Fazit

Auch angesichts der Möglichkeit, eine Fruchtfliegenfalle selbst basteln zu können, sind wir vom käuflichen Produkt überzeugt. Obwohl die Öffnung, durch die die Tierchen in die Falle gelangen, immer offen steht, finden sie nicht wieder ins Freie. Ohne Chemikalien und Gifte, ist die Fruchtfliegenfalle von Tragango gut für einen Haushalt mit Kindern geeignet und bietet dazu noch spannendes Entertainment für die Knirpse. Wie zum Beispiel bei Klebenfallen, werden keine Nützlinge und Bestäubungsinsekten mit gefangen und getötet. Der Becher kann beliebig oft wieder verwendet werden, so entsteht kein Müll und auch die Köder können gern aus dem Bioabfall stammen.

Der Becher, dessen Standfuß auch als Deckel dient, besteht aus Weichmacher-freiem Polypropylen und ist lebensmittelecht bedruckt. Die minimalistisch gehaltene Verpackung besteht aus 100 Prozent Altpapier. Produziert wird komplett in Deutschland.

Käuflich zu erwerben u.a. bei kokku-online.

2 Antworten auf Trapango® Fruchtfliegen-Lebendfalle im Test

  1. Enrico sagt:

    Hallo zusammen,

    ich habe in der letzten Fruchtfliegen-Saison auch diese geniale Fruchtfliegenfalle für mich entdeckt. Meine Tests waren ähnlich positiv wie der hier beschriebene. Richtig gut finde ich es, dass man nur ein kleines Stück Obst braucht, um die kleinen Fliegen anzulocken und das die Falle wiederverwendbar ist. Besonders positiv ist natürlich auch, dass die Tierchen nicht getötet werden müssen und man sich einfach in der Natur wieder freilassen kann. Zuerst war ich ja skeptisch, als ich mir zwei von den Fallen bestellt habe, doch jetzt bin ich überzeugt von dem Konzept und werde sie dieses Jahr wieder in der Wohnung verteilen, wenn es nötig wird 🙂

    Viele Grüße
    Enrico

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