Von Birgit, 24. April 2014

Vier Wochen Vegan Fasten – ein Fazit

Die Fastenzeit ist vorüber und auch unsere vegane Fastenzeit ist nun schon einen Weile her. Machen wir es weiter? Was hat uns am meisten beeindruckt? Was ist davon hängen geblieben? Verändern wir etwas an unserer Ernährung? Auf diese Fragen möchte ich in meinem Bericht eingehen und ein paar persönliche Gedanken einer „Kurzzeit-Veganerin“ loswerden.

Warum vegan Fasten?

Wir wollten testen, ob wir uns ein Leben ganz ohne tierische Produkte vorstellen könnten. Außerdem haben uns die Auswirkungen vom vegan Fasten auf unseren allgemeinen Gesundheitszustand interessiert. Purzeln dabei auch noch ein paar Pfunde, hätten wir nichts dagegen.

Veganes Frühstück

Zum Frühstück wollten wir den Aufwand recht gering halten, denn am Morgen zählt jede Minute. Neben Matcha-Tee und Grünem oder Kräuter-Tee gab es Wasser, Saft oder einen schnell zubereiteten Smoothie zu trinken. An den Wochenenden gönnten wir uns auch Kaffee und Latte Macchiato.

veganer Brotaufstrich mit Paprika und Brennnesselsamen garniert

Dem kleinen Hunger am Morgen haben wir Vollkorn-Brot mit verschiedensten fertigen Brotaufstrichen, garniert mit Paprika, Tomaten und Co. oder Brennnesselsamen, angeboten. Alternativ stand Müsli mit Saft, Getreide-Drinks oder Soja-Joghurt, frischem oder getrocknetem Obst (Wir mögen besonders Soft-Aprikosen.) auf dem morgendlichen Speiseplan. Auf Honig konnte ich gut verzichten, Konfitüren und Co. sind sowie nicht so unser Ding.

Unser Frühstück war immer abwechslungsreich und nach kurzer Zeit hatten auch die Wurst-, Schinken- und Käse-Freunde ihre Alternativen gefunden.

Veganes am Mittag

Beim veganen Fasten aufkommende „Fleischeslust“ konnten wir wunderbar mit Tofu, Tempeh oder Saitan befriedigen. Eine reichhaltige Auswahl in Bio-Qualität finden Sie im Bio-Supermarkt, Naturkostfachhandel und im Internet. Wobei für uns Tofu und Co. kein Fleischersatz war, sondern hin und wider eine willkommene Ergänzung im veganen Speiseplan. Z.B. Seidentofu für die Zubereitung von veganen Süßspeisen oder Soja-Schnetzel, die sind unverzichtbar für Chili con Soja. Der Vorteil von Sojaprodukten ist der hohe Eiweißgehalt bei relativ wenigen Kalorien.

Veganer Pfannkuchen gefüllt mit Tofu und Kräutern

Wir versuchen jeden Mittag zu kochen, was bei unserem veganen Fasten den Vorteil hatte, dass wir uns gezielt geeignete, vegane Rezepte aussuchen konnten und danach eingekauft haben. Da wir auch auf Nudeln, Reis und die klassische Kartoffel verzichten wollten, haben wir die Süßkartoffel, als sättigende Alternative entdeckt und neben Kohl verschiedene leckere Linsengerichte ausprobiert. Die Küchenmaschine kam recht oft zum Einsatz, um größere Mengen Gemüse z.B. Zucchini zu raspeln. Das war unsere Antwort auf den Spiralschneider, unsere Zucchini-Nudeln waren eben etwas kürzer, dafür haben wir jetzt nicht noch ein Küchengerät da stehen. Viele Gerichte lassen sich gut vorbereiten, sodass Sie auch „auf Arbeit“ verspeist werden können.

Veganes Abendbrot

Recht häufig kam es abends vor, dass wir gar keinen Hunger verspürten, dann haben wir nur ein paar Nüsse oder eine Maiswaffel genascht. Viel Salate, in allen Varianten z.B. Feldsalat mit gerösteten Kürbiskernen oder Obstsalat mit etwas Mango, Ananas und ein paar Walnussstücken, haben wir verspeist. An kalten Abenden mal eine Suppe,  oft reichte auch ein Pott Chai-Latte mit Dinkel-Mandel-Drink.

Veganes Naschen

Naschen war während unserem veganen Fasten eigentlich nicht angesagt. Gelegentlich ein paar Mandeln, Nüsse oder eine knusprige Maiswaffel habe ich mir gegönnt. Getrocknete Apfelscheiben sind auch nicht zu verachten!

Gesund Naschen mit Nüssen und Maiswaffeln

Vegan und wie weiter?

Bereits vor unserem vegan-Fasten-Experiment haben wir viel Wert auf hochwertige, natürliche Produkte und gesunde Ernährung gelegt. So esse ich schon lange kein Schweinefleisch und keine Wurst mehr. Auf Wurst will nun der Rest der Familie auch ganz verzichten. Schinken und Käse gibt es nur am Wochenende oder mal ein Stück am Abend. Fleischgerichte wird es maximal zweimal in der Woche, Fisch maximal einmal pro Woche geben. Hier legen wir besonderen Wert auf einheimische, hochwertige Bio-Produkte. Auf Honig und ab und zu ein Ei, möchte ich ungern verzichten.

Meine ersten Fleischerfahrungen nach dem Fasten waren nicht so berauschend. Es hat nicht geschmeckt. Mal sehen, ob das so bleibt. Vermutlich entwickle ich mich zur „So-gut-wie-Vegetarierin“.

Ach und zweimal in der Woche steht Sport auf dem Plan (damit das Naschen nicht auf der Strecke bleibt).

Ich hoffe, ich konnte euch einen guten Einblick in mein erfolgreiches Fastenexperiment liefern und euch dazu animieren, den eigenen Schweinehund zu überwinden! Wer zu Hause nicht die nötige Vielfalt an veganen Zutaten vorfindet, dem lege ich den veganen Onlineshop kokku aus Dresden ans Herz! Dort findet sich für jeden Geschmack die nötige Kleinigkeit.

PS. Wir haben sogar jeweils zwei Kilo abgenommen.

– Erzählen Sie uns von ihren Fasten-Erfahrungen.
– Über Erfolge und Rückschläge. Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

 Vegan Fasten – alle Berichte zu unserem Selbsttest

Vegan Fasten ohne Kartoffeln, Reis und Nudeln

Vegan Fasten – Die 1. Woche ist geschafft

Vegan Fasten nach zwei Wochen

 

8 Antworten auf Vier Wochen Vegan Fasten – ein Fazit

  1. Martina Kanis sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen „Experiment“ und den positiven Ergebnissen!
    …. und nun? einfach weitermachen! von Woche zu Woche… bis es kein „Fasten“ mehr ist, sondern
    Eure neue, eigene, gesunde, schmackhafte Ernährungsweise!
    Viel Glück wünscht Euch Martina.
    P.S.: Bin so froh, Eure Seite gefunden zu haben. Freue mich über viele interessante Informationen für mich.

    • Birgit sagt:

      Danke. Jeder hat für sich seinen Teil in den Alltag übernommen. So sind wir ständig in Veränderung und entdecken immer wieder Neues, wie z.B. die veganen Kekse von kvegks.

  2. Moritz sagt:

    Da sind ja wirklich gute Tipps enthalten, vielen Dank.
    Werde auch mal eine Zeit lang auf vegan umstellen und über meine Rezepte berichten.

  3. Marion sagt:

    Hey Birgit,
    die Tipps sind wirklich super. Obwohl ich weder Vegetarier noch Veganer bin, bin ich über jeden Tag glücklich an denen ich kein Fleisch esse. Oft kommt man nur aus seinen alten Kochgewohnheiten schlecht heraus. Da helfen leckere vegane Rezept natürlich besonders.
    Hab dich gefunden, da ich zur Zeit zum Thema Kräuter für die Fastenkur blogge. Auch sehr spannend wie ich finde.
    Viele Grüße
    Marion

    • Birgit sagt:

      Ich freue mich, dass dir unsere Rezept-Ideen gefallen. Da wir gerade eine BasenKur in der Praxis testen, freuen wir uns natürlich über Tipps zum Thema Kräuter für die Fastenkur. Frische Kräuter sind ja aktuell eher Mangelware. 😉 Wenn du Tipps für uns hast, immer her damit.

  4. Mario sagt:

    Ich bin seit 1 Jahr Vegan, aber Vegetarier war Ich schon viel länger und habe mir diese Lebenseinstellung nicht aus Gesundheitlichen Gründen ausgesucht, sondern aus Philosophischen.

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