Von Adina, 9. März 2012

Altlasten loswerden durch Entschlacken

Ein Baum im Frühling, ein Zeichen für ErneuerungIm Frühjahr, besonders vor Ostern immer wieder aktuell, geht es um das Thema „Altlasten“. Fasten und Entschlacken sind die beiden großen Themen, die das Gewissen von Gesundheitsbewussten und Jenen, die über den Winter einiges an Reserven angelegt haben, direkt betreffen. Breit ist die Liga Derer, die der Industrie vorwerfen, nicht beweisbare Praktiken zu propagieren, um regale-füllende Produkte zu verkaufen. In der Kritik stehen auch Diejenigen, die den Büchermarkt mit Ratgeberliteratur zu gesunder Lebensweise von Heil-über Basenfasten, oder quasi-biblische Broschüren zur jeweils einzig richtigen Lebensweise verfassen. Die Diskussion ist so populär, dass unlängst auch die respektable Süddeutsche Zeitung meinte, mit Gesundheitsmythen aufräumen zu müssen.  In der Regel geben Fach- und Publikumszeitschriften im Frühjahr Tipps und Anleitungen, die zwar in Gänze verwirren aber uns bei Livona um so mehr anregen und neugierig machen, das Thema näher zu beleuchten und zu schauen, was dahinter steckt.

Fasten als Entschlackungskur

Es gilt vor ab, zu unterscheiden: Fasten mit seinen ganzen möglichen Spielarten, ist eine Methode um, sofern dies möglich ist, zu entschlacken, bzw. zu entgiften. Entschlacken ist also, neben anderen, ein Ziel des Fastens. Beide Methoden sind Bereiche der sogenannten Alternativmedizin, wobei Anwendung und Wirkung wegen mangelnder zielgerichteter medizinischer Nachweisbarkeit umstritten sind. Die Themen spalten die Fachwelt. Mediziner und Ernährungsexperten polarisieren, glauben an die Nützlichkeit der Anwendung oder halten Alles für kompletten Unsinn. Bei aller Diskussion kann man aber eines dafürhalten: Der Mensch ist, was er isst. Da würde wohl jeder zustimmend nicken. Und dass sich die Zufuhr oder der Mangel an bestimmten Lebensmitteln auf die Konstitution des Körpers und die Verfassung der Psyche auswirken ist unumstritten.

Entschlacken: Säure-Basen-Haushalt in Einklang bringen

Beim Entschlacken kommt es darauf an, sich so zu ernähren, wie es im Moment nach medizinischem und ernährungswissenschaftlichem Rat empfohlen wird. Tierisches Eiweiß in Maßen; frische, reife, saisonale, pflanzliche Lebensmittel mit wenig Fett, viel ungesüßte Flüssigkeit in Kombination mit ausreichender, gelenkschonender Bewegung sind die Grundempfehlungen, die schon mal recht vernünftig klingen. Kernpunkt des Entschlackens ist das Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts, der, wenn er gestört sind, die Gesundheit des Menschen beeinträchtigt. Da der moderne Mensch im Durchschnitt zu viele säurehaltige oder im Körper säurebildende Lebensmittel mit mangelhaftem Vitalstoffgehalt zu sich nimmt, leiden viele nicht nur an Übergewicht, sondern auch an anderen sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Bluthochdruck, Osteoporose, Allergien oder Gicht. Zudem nehmen die Diabetisrisiken deutlich zu.

Der Arzt Otto Buchinger, verwendete als erster den Begriff der „Entschlackung“ für die Ausleitung vermeintlich krankmachender Stoffe aus dem Körper, resultierend auf der Annahme, dass sich Giftstoffe aus säurebildenden Lebensmitteln wie Fleisch, Milchprodukte, Eier, Kaffee oder Alkohol in Niere, Darm und Leber anreichern, die Ableitung wiederum möglich sei und sich gesundheitsfördernd auswirke.

Missverstandenes Fasten: Nulldiät zur Gewichtsreduktion

Während die ausschwemmende Wirkung von Entschlacken lediglich bestritten wird, wird vor Nulldiäten, d.h. dem völligen Verzicht auf feste Nahrung, der Bestandteil des Heilfastens ist, direkt gewarnt. Neben den nachweislichen teilweise schweren Ausfallerscheinungen die auftreten können (nicht müssen) steht vor allem der missverstandene Zweck, damit möglichst schnell Gewicht zu reduzieren, in Verruf. Tatsächlich wird nicht selten das Fasten als erfolgversprechende Diät hin zur Traumfigur missbraucht. Dieser Ansatz ist tatsächlich abzulehnen und Jedem ist abzuraten. Fasten taugt nicht zur Radikalkur, um abzunehmen. Der Jojo-Effekt ist drastisch und unausweichlich. Der Körper wird unnötig belastenden Schwankungen und Stresszuständen ausgesetzt, die eher gesundheitsschädlich sind, als das körperliche Wohlbefinden zu stärken. Der Gewichtsverlust ist eine Nebenerscheinung, auf die normal Fastende keinen Wert legen. Fasten-Kritiker berufen sich vor allem darauf, dass die Körpersignale in dieser Stresssituation insgesamt oft miss gedeutet würden. So schütte der fastende Körper Endorphine aus und bilde einen Zustand, den man mit gewonnenem Wohlbefinden verwechsle.

Fastenpraktiker berufen sich auf die Jahrtausende alte östliche Medizin, die das Heilfasten über Generationen hinweg als sinnvolle Methode der Körperreinigung und Stärkung erprobt und vervollkommned hat. Inzwischen haben Mediziner unterschiedliche Verfahren entwickelt, die dem Fasten ähneln und den Stoffwechsel im Körper durch den bewussten Verzicht auf bestimmte Lebensmittel beeinflussen sollen. (Basenfasten, Heilfasten nach Buchinger, F.X.-Mayr Kur, Schrothkur etc.) Zudem sind zahlreiche Produkte auf den Markt geschwemmt worden, die den Fastenden beim Entschlacken unterstützen sollen.

Verhalten und Lebensweise überdenken

Eine schöne Tasse heißer TeeUngeachtet der medizinischen Nachprüfbarkeit haben die Themen Fasten und Entschlacken doch verlockende Komponenten: Der Mensch besinnt sich auf sich, überdenkt Verhaltens- und Lebensweisen und wird sich, mit Vernunft angewendet, sicherlich weniger Schaden zufügen als Jene, die unter Stress stehen, unter Bewegungsmangel leiden und Ernährung mal schnell nebenbei unreflektiert erledigen.

Damit Livona die Leser nicht mit diesen polaren Thesen, Meinungen und Empfehlungen zurücklässt, werden wir uns im Folgenden einigen Aspekten dieses Themas widmen und natürlich, wie man es gewöhnt ist, Produkte unter die Lupe nehmen. So sind wir gespannt auf Birgits Erfahrungsbericht zum Thema „Entschlacken“.

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