Von Birgit, 5. August 2015

Habt ihr schon die richtige Brille auf?

Dimzwood – Holz-Sonnenbrillen aus Bambus

Brillen, insbesondere Sonnenbrillen aus Holz und Pappe liegen voll im Trend. Das weiß auch Maschinenbaustudent – Dieter Kaufmann. Er hat jetzt, neben seinem Studium, das Label „Dimzwood“ gegründet und verkauft Sonnenbrillen aus Holz, genauer aus Bambus. Wir haben uns seinen Online-Shop durch unsere grüne Brille angesehen und Dieter Kaufmann ein paar Fragen gestellt. Die Antworten findet ihr in unserem Bericht, natürlich mit ein paar schicken Fotos.

Dimzwood Sonnenbrillen aus Holz hell

Livona: Warum gerade Sonnenbrillen aus Bambus?
Dieter Kaufmann: Ich habe mich bewusst für Bambus entschieden, da dieser Rohstoff viele positive Eigenschaften mit sich bringt.
Es sehr leicht und bietet zugleich ein hohes Maß an Robustheit. Zudem wächst Bambus sehr schnell nach, und zwar bis zu einem Meter innerhalb von 24 Stunden.
Livona: Woher kommt der Name „Dimzwood“?
Dieter Kaufmann: Der Name „Dimzwood“ besteht aus meinem Spitznamen „Dimz“ und „wood“, da ich Produkte aus Holz anbiete.
Livona: Wer hat das Design entworfen?
Dieter Kaufmann: Die Designs der Brillen habe ich mit meinem Produzenten gemeinsam entwickelt. Jedoch sind diese an bereits bekannte Designs angelehnt, wie z.B. das Modell „Panto“.
Livona: Wo kommt der Bambus her?
Dieter Kaufmann: Der Bambus kommt aus dem asiatischen Raum, der Lieferant ist FSC zertifiziert, somit ist der Bambus aus verantwortungsvoller Quelle.
Livona: Wo kommen die Gläser her?
Dieter Kaufmann: Der Produzent sitzt ebenfalls im asiatischen Raum und bringt verschiedene Zertifikate mit sich, wie z.B. das CE Zertifikat. Mir ist es wichtig, dass der Produzent nach dem europäischen Standard geprüft ist und dieser ist es.
Livona: Sind die Gläser aus Glas?
Dieter Kaufmann: Die „Gläser“ sind aus Kunststoff, dadurch bleiben die Brillen sehr leicht, was dem Tragekomfort zu gute kommt.

Dimzwood Sonnenbrillen aus Holz dunkelLivona: Gibt es die Gläser in unterschiedlichen Sehstärken?
Dieter Kaufmann: Die Gläser sind ohne Sehstärken.
Livona: Warum Bambusbrillen mit Kunststoffgläsern, da kann doch auch gleich die ganze Brille aus Kunststoff sein – oder? 😉
Dieter Kaufmann: Ich habe mich für Kunststoffgläser entschieden, da diese sehr viel leichter sind als Glas und weil diese günstiger sind.
Da diese Brillen keine billige Massenproduktion aus irgendwelchen Ausbeuterbetrieben sind, sind sie in der Herstellung sehr teuer. Richtige Gläser würden den Preis noch höher treiben, nicht nur für mich, sonder auch für den Endkunden. Ich möchte eine alternative zu Kunststoffbrillen anbieten, die für viele erschwinglich ist, da muss man leider Abstriche machen. Und eine Brille die über 100€ kostet, ist nun mal nicht für Jeden erschwinglich, selbst wenn man diesen Gedanken unterstützen möchte.

Livona: Wer stellt die Brillen in Handarbeit her?
Dieter Kaufmann: Die Brillen werden von einem, von mir ausgesuchten Unternehmen, welches sich auf handgemachte Artikel aus Naturstoffen spezialisiert hat, in Handarbeit hergestellt.
Livona: Wo werden die Brillen hergestellt?
Dieter Kaufmann: Dieses Unternehmen hat seinen Sitzt in China und entspricht den europäischen Standards, was Qualität und Arbeitsbedingungen angeht.
Livona: Mit welchen Farben wird das Holz gefärbt?
Dieter Kaufmann: Die Brillen werden mit Naturfarben gefärbt bzw. lackiert.

Livona: Welche weiteren Produkte sind angedacht?
Dieter Kaufmann: In Zukunft würde ich mein Sortiment gerne erweitern, es sollen Produkte wie Armbanduhren aus Holz, Ketten und Armbänder aus Holz und Handyhüllen aus Holz folgen. Jedoch wird dies noch etwas dauern.
Livona: Wo gibt es die Brillen zu kaufen, außer auf ihrer Internetseite?
Dieter Kaufmann: Die Brillen gibts es, außer in meinem Shop auch bei Dawanda und Ebay zu kaufen.

Danke an Dieter Kaufmann, für die Beantwortung unserer Fragen.
Die Philosophie vom Dimzwood konnte uns überzeugen, auch wenn wir lieber durch Glas statt Kunststoff sehen würden. Mit diesem Kompromiss können wir gut leben. Ihr sicher auch! Oder?
Die Bambus-Sonnenbrillen kosten übrigens 74,95 Euro.

In Kürze gibt es wahrscheinlich eine Bambus-Sonnenbrillen-Verlosung!
Einfach immer mal wieder auf Livona vorbei schauen.

Fotos: Dimzwood

8 Antworten auf Habt ihr schon die richtige Brille auf?

  1. Der Nörgler sagt:

    Ich finde es schön, dass ihr immer auf so tolle Produkte aufmerksam macht! Aber ich glaub diesmal seid ihr ein bisschen reingefallen.. Diese Brillen sind Ramschware und Massenimport aus China (http://www.alibaba.com/trade/search?fsb=y&IndexArea=product_en&CatId=&SearchText=bamboo+glasses)
    Dass die dann hier 75€ kosten sollen, ist nichts als übelste Abzocke…

  2. Der Nögler sagt:

    anstatt Kommentare zu zensieren, solltet ihr vielleicht lieber mal einen Beitrag dazu schreiben, was „Greenwashing“ bedeutet und was wirklich nachhaltige Produkte von angeblich grünen Produkten „Made in China“ unterscheidet…
    Das nächste Mal lieber diskutieren statt löschen…

    • Birgit sagt:

      Hallo Nörgler, oder Nögler,
      danke für deinen Kommentar, den wir nicht gelöscht haben. Leider schaffen wir es nicht immer, sofort auf Kommentare zu reagieren. Dein Link funktioniert leider nicht mehr. Ich habe versucht ihn nachzuvollziehen. Wenn es tatsächlich in bei diesen Brillen so sein sollte, dass sie im Einkauf ab 5,25 Dollar kosten, würde ich dir Recht geben. Das weiß ich aber nicht! Deshalb habe ich deinen Kommentar an Dieter Kaufmann weiter geleitet und um eine Antwort gebeten. Spekulationen bringen uns nicht weiter. Ich bin auf seine Antwort gespannt. So halten wir es immer mit kritischen und sachlichen Kommentaren, wie du in diesem Beispiel LINK sehen kannst – Kommentar unten.
      Manchmal müssen wir auf die Antworten etwas warten, deshalb bitte ich dich um ein wenig Geduld.

    • Birgit sagt:

      Wir haben eine sehr ausführliche Antwort von Herrn Kaufmann auf den Kommentar von „Nörgler“ erhalten. Seine Antwort veröffentlichen wir hier mit einer kleinen Anmerkung vorab. Wir freuen uns über kritische Kommentare, denn auch wir wissen, trotz guter Recherche, nicht alles. Behauptungen aufzustellen, ohne diese belegen zu können, finden wir weniger gut. Am Ende können diese einem Unternehmen sogar schaden. Gern schreiben wir über Greenwashing, vielleicht kann uns „Nörgler“ ein konkretes Beispiel nennen. Übrigens hätte ich dich lieber mit deinem echten Namen angesprochen….

      Antwort von Dimzwood:
      „Zum Thema China:

      Ich mache kein Geheimnis daraus, wo mein Produzent seinen Sitz hat (siehe Artikel). Ich finde es schade, dass das Land China immer noch einen so schlechten Ruf in Europa hat. Man muss sich nur überlegen, was ein Land wie China möchte. Es möchte Handel betreiben und global agieren, wie jedes andere Land bzw. Wirtschaftsunternehmen auch. Aber um mit europäischen Unternehmen zu handeln, müssen die Unternehmen in China nach den europäischen Standards produzieren. Das betrifft nicht nur die Qualität der Produkte sonder auch die Arbeitsbedingungen, Materialbeschaffung etc.. Natürlich gibt es hin und wieder schwarze Schafe, was ich nicht bestreiten möchte, aber die gibt es Hierzulande auch.
      Mein Bekannter, der mich am Anfang der Gründung von Dimzwood unterstützt hat und sehr erfahren auf diesem Gebiet ist, war bei meinem Produzenten vor Ort und hat sich das Unternehmen zeigen lassen. Die Menschen dort waren sehr offen und haben ihm die Manufaktur sowie die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter offengelegt. Außerdem wurde jede seiner Fragen zu meiner Zufriedenheit beantwortet. Er hat mir berichtet, dass Alles seine Richtigkeit hat. Darüber hinaus habe ich mir alle erforderlichen Zertifikate aushändigen lassen. Diese wurden selbstverständlich überprüft.
      Ich hätte mir die Einzelteile auch zusenden lassen, diese in Deutschland selber zusammenbauen und es dann „made in Germany“ nennen können, denn das ist kein rechtskräftiges Zertifikat. Viele Unternehmen agieren so, sie bestellen ihre Waren in Einzelteilen und machen nur die Endmontage in Deutschland und schon haben wir ein Produkt „made in Germany“. Für mich ist das aber Kundentäuschung, darum habe ich auch offen gelegt wo meine Produkte herkommen.

      Zu dem Link vom Nörgler:

      Ich habe mich über Monate sehr intensiv mit dem Thema Alibaba beschäftigt und wenn er es auch getan hätte, wüssten er, dass er die Preise, um nur mal auf die Preise einzugehen, die dort angegeben werden, mit mindestens dem Faktor 4-6 multiplizieren müsste. Die Preise die dort angeben sind, sind „von bis“ Preise und dienen nur der Lockung der Kunden. Diese Erfahrung habe ich gemacht. Bei Fragen wie „aber dort ist ein anderer Preis angegeben, warum wird mir von Ihnen ein anderer, viel höherer Preis genannt“ kam immer die gleiche Antwort „Entschuldigung da haben wir wohl einen Fehler gemacht, die Preise auf Alibaba sind nicht korrekt“. Aus diesem Grund habe ich mich von Alibaba distanziert und meinen Produzenten auf anderem Wege gefunden. Nicht zu vergessen sind noch die hohe Einfuhrumsatzsteuer, die in Deutschland üblich ist, und die Zollsteuer für Importware. Ich werde meine Zahlen nicht offenlegen, dies macht kein Unternehmen.“

  3. Daniel Wolf sagt:

    ich finde es echt interessant das du solche Produkte vorstellst. Ist mal was anderes 🙂

  4. anna maron sagt:

    Etwas zu spät entdecke ich das aber der nächste Sommer kommt bestimmt 🙂

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