Von Birgit, 30. September 2012

STRICKtease-Aktion

Lieber selbst gestrickt als unfair genäht!

Aktion Stricktease 1Zwischen Altmarktgalerie und Prager Straße fand gestern, 29.09.2012, die Aktion STRICKtease von der Allianz SACHSEN KAUFT FAIR statt, die sich dafür einsetzt, dass das sächsische Vergabegesetz so geändert wird, dass bei der Vergabe von Aufträgen für Berufsbekleidung endlich Menschenrechte, Tarifrechte und Umweltstandards berücksichtigt werden. Livona berichtete im Vorfeld.

Sachsen gehört zu vier von 16 Bundesländern, in denen solche Kriterien noch nicht im Vergabegesetz festgeschrieben sind. Am 09. Oktober findet im Wirtschaftsausschuss des Landtags eine Anhörung zu diesem Thema statt, zudem auch die Allianz SACHSEN KAUFT FAIR eingeladen wurde. Gestern war der Abschluss von verschiedenen Aktionen, die uns Bürger sensibilisieren, wo und unter welchen Bedingungen Berufsbekleidung für Sachsen hergestellt wird.

Bettina Musiolek vom Entwicklungspolitischen Netzwerk Sachsen e.V. weist in unserem Gespräch noch einmal darauf hin, dass z.B. eine Näherin in Mazedonien, in einem Vollzeitjob mit Überstunden und im Akkord, auf deutsche Lebenshaltungskosten bezogen, 170 Euro im Monat verdient. Das ist nur ein Sechstel der Summe, um dort einer Familie eine Grundexistenz zu sichern. Außerdem bittet Sie uns darauf hinzuweisen, dass unter www.sachsen-kauft-fair.de eine Petition auf ihre Unterstützung wartet.

Die gestrige Aktion, zu der eine Menge junger Leute die Stricknadel in die Hand nahmen, diente auch als Aufruf zum Unterzeichnen der Petition. „STRICKtease – lieber selbst gestrickt als unfair genäht„, riefen Vertreter verschiedenster Berufsgruppen Richtung Landtag, leider war kein Vertreter aus der Politik gekommen!

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