Von Birgit, 27. März 2018

Ostereier mit Naturfarben bemalen

Ihr steckt sicher auch mitten in den Ostervorbereitungen. Für das Färben der Eier zum Osterfrühstück und zum Verschenken habe ich ja schon das Richtige gefunden. Jetzt ist die Deko dran. Ich fühle mich ein bisschen in meine Kindheit zurückversetzt, als ich den neuen Farbkasten öffne.

Natur-Wasserfarbkasten von memoMeine letzte Zeichenstunde mit Wassermalfarben liegt tasächlich schon eine ganze Weile zurück, und wann ich das letzte Mal ganz traditionell ausgeblasene Eier mit Farben bemalt habe, weiß ich nicht mehr genau. Diese Methode ist auch, so scheint mir, ein wenig in Vergessenheit geraten. Nicht zuletzt weil der Handel eine ganze Menge anderen Schnickschnack, lösungsmittelhaltig und nicht biologisch abbaubar, bereithält. Probieren Sie es ruhig mal auf meine Art aus, und werden Sie kreativ.

Der Wasserfarbkasten Natural Colours von memo beinhaltet 12 Naturfarben, die aus Extrakten verschiedener Blüten, Blätter, Früchten und Wurzeln z.B. Wilder Safran, Rote Beete, Paprika, Brennnessel und Holunder hergestellt wurden. Aktuell haben sich die Farben etwas geändert, wie mir scheint. Die verwendeten Bindemittel sind ebenfalls rein pflanzlich. Sie leuchten auf den ersten Blick nicht so wie man es kennt. Der Malkasten selbst ist aus Metall, die runden Näpfchen sind aus Polystyrol und einzeln nachfüllbar. Ein Pinsel gehört auch zur Ausstattung. Dann brauche ich nur noch eine Wasserschale und ein paar ausgeblasene Eier.

Woran erkenne ich das BIO-Ei

Weiße OstereierNun will ich das mit den Eiern ganz genau wissen und schreibe mir den „Eiercode“ ab, um heraus zubekommen, woher die Eier stammen. Die weißen Eier haben die Nummer 1-DE-1407011, Mario Steinert steht auch noch drauf. Sie stammen aus Freilandhaltung in Sachsen, vom Bauernhof Mario Steinert Weißenberger Straße 73, 02906 Diehsa und sind nicht BIO. Weiße Bio-Eier habe ich in Dresden leider nicht bekommen. Die zwei Sorten brauner Eier, die ich zum Färben genommen habe mit der Nummer 1-DE-1300691 stammen aus Freilandhaltung in Mecklemburg-Vorpommern, von der Riedel/Ruff GbR in Book ebenfalls nicht BIO.

Aber jetzt kommt mit der Nummer 0-DE-1403111 das BIO-Ei aus Sachsen, vom Stadtgut Görlitz. Zu dem schnellen Ergebnis bin ich durch eine Internetseite gekommen, auf der man den „Eier-Code“ eingeben kann, und sofort erfährt woher es stammt, sogar mit Fotos. Der „Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) in Bonn betreibt im Internet die Seite. Dort kann man den Eiercode eingeben und erhält alle wichtigen Infos.

PS: „WAS STEHT AUF DEM EI?“ gibt es auch als kostenlose App für Ihr iPhone. Für alle die ganz schnell mehr über ihre Eier wissen müssen.

Ostereier bemalen – die Naturfarben von memo

Naturfarbe Rote Beete rotJetzt aber endlich zum Eierbemalen. Es ist schon länger her, dass ich Ostereier bemalt habe, aber ich gebe mein Bestes und beginne mit einem Rot. Das eine Ei werde ich floral bemalen, das andere grafisch. Den Stempel auf den Eiern habe ich zuvor mit etwas Essig entfernt. Die Farben erscheinen intensiv auf dem weißen Ei, lassen sich gut auftragen und haben eine schöne Deckkraft. Sie trocknen recht zügig, sodass ich weitere Farben ohne verlaufen oder verschmieren auftragen kann. Mit dem Rosshaar-Pinsel Gr.4 lassen sich auch feine Striche und kleine Punkte malen!

Durch die Eier habe ich einen Schaschlik-Spies gesteckt, sodass sie über einer Suppentasse, frei schwebend, trocknen können. Im memo Malkasten finden sich sogar 2 schöne Blautöne. Was mich überrascht, denn Blau als Naturfarbe zu kreieren ist schwierig, da ein klassisches Blau so in der Natur kaum vorkommt, da ist meist noch etwas rot oder gelb dabei. Die getrockneten Natur-Wasserfarben sind noch etwas intensiver und leuchten auf dem weißen Nicht-BIO-Ei. Leider stehen die Farbnamen nur in Latein unter den Farbnäpfchen. Eine ausführliche Beschreibung über Herkunft und Bedeutung der einzelnen Natur-Farben in Deutsch und Englisch liegt dem Wasserfarbkasten bei.

Ostereier mit Naturfarben bemalen: mein Fazit

Osterei in hellbraun lila grün hellblau rot bemaltDie 12 Naturfarben aus dem „Natural Colours“ Wasserfarbkasten von memo haben mich überzeugt. Der Naturfarbkasten ist mit 14,95 Euro nicht billig, die intensiv leuchtenden Naturfarben auf meinem Osterei rechtfertigen den Preis für mich.

Auf der Recycling-Verpackung steht, dass ich detaillierte Informationen zu Herstellung und Ökobilanz der Natur-Wasserfarben auf www.memoworld.com finden kann, das ist mir leider nicht gelungen.

Auf Nachfrage bei memo hat mir Claudia Silber am 02. April wie folgt geantwortet:

Bezüglich Ihrer Fragen zum memo Naturfarbkasten: Wir hatten ursprünglich einmal geplant, die Händlerseite www.memoworld.com auch als Kompetenzseite für alle unsere memo Markenprodukte auszubauen. Allerdings wurde das nie in die Tat umgesetzt – unser Schwerpunkt liegt auf unserem Onlineshop www.memolife.de wo Sie etwas mehr Informationen zum Naturfarbkasten finden. Beiliegend erhalten Sie auch das Sicherheitsdatenblatt des Farbkastens. Der Kasten selbst ist in Deutschland gefertigt, die einzelnen Farben innerhalb Europas. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir unsere Lieferanten/Hersteller generell nicht nennen.

Vielen Dank für die freundliche Auskunft.

Inhalt: 12 Wasserfarben aus Wildem Safran, Rote Beete, Paprika, Brennnessel, Schwarzem Holunder, Gardenia, Blaukraut, Japanischer Blaualge, Chlorophyl aus chinesischem Maulbeerbaum, Färberdistel, Karamel, und Pflanzenkohle, natürliche Zusatzstoffe: Titandioxid, Kaliumsorbat, Dextrin

Hersteller: memo AG, 97259 Greußenheim, deutsche Markenproduktion nach DIN EN 71

Internet: www.memolife.de

PS: Die Naturfarben sind so intensiv, dass sie Flecken auf Textilien hinterlassen können, also bitte „Schürze umbinden“.

 

Hier mein Test zum „Ostereier mit Naturfarben färben„.

Eine Antwort auf Ostereier mit Naturfarben bemalen

  1. faerberpflanzen sagt:

    Für Ostern, zum Färben von Eiern, kann ich einen Link empfehlen: Ostereier natürlich färben mit Pflanzenfarben: http://www.eberhardprinz.de/blog/?p=1275 http://www.eberhardprinz.de/blog/?p=1794 Diese Rezepte wurden auch in der FAZ-Sonntagszeitung vom FAZ 28.03.2010 veröffentlicht.

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